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LED-Leuchtschild mit Farbwechsel

Benötigtes Material Amazon Link
Glasscheibe (oder Plexiglasscheibe) 4mm
Buchenleimholzplatte
10x RGB-LEDs 5mm
Leiterplatte oder Lochrasterplatine
Arduino Nano (oder anderer Mikrocontroller mit 3 PWM-Ausgängen)
3x NPN Transistoren (z.B. BC547)
Arduino Nano (oder anderer Mikrocontroller mit 3 PWM-Ausgängen)
3x Widerstände 1kOhm
2x Widerstände 150 Ohm
1x Widerstand 100 Ohm
(Kipp-)Schalter
Etwas Öl (Sonnenblumenöl ist ausreichend)

Die Glasplatte fräsen

Den schwierigsten Part erledigen wird gleich zuerst, denn das Fräsen der Glasplatte mit meiner billigen China-CNC-Maschine war sehr aufwendig. Bei mir hat es mehrere Versuche und Reparaturen der Maschine gedauert, bis ich ein gutes Ergebnis bekommen habe. Am wichtigsten ist die permanente Kühlung des Fräsers. Ich war einmal für ein paar Sekunden unaufmerksam und schon ist der Fräser abgebrochen. Kühlpausen zwischen dem Fräsen sind auch sehr empfehlenswert. Wer statt einer Glasplatte lieber eine Plexiglasscheibe verwenden will, muss genauso auf die Kühlung achten. Nicht aber, weil der Fräser abbrechen könnte (dafür ist Plexiglas zu weich), sondern weil wir unser Muster in die Plexiglasscheibe reinfräsen und nicht reinschmelzen wollen.

Das Reinschmelzen ergibt unschöne Schmelzkanten, die später die Optik des LED-Schild negativ beeinflussen. Außerdem verklebt der Fräser gerne mit dem geschmolzenen Kunststoff. Ist das der Fall, kann man die Plexiglasscheibe und den Fräser gleich in die Tonne werfen. Wie gesagt, dieser Schritt ist der heikelste. Gib nicht auf, wenn es nicht gleich auf Anhieb funktioniert. Ich habe auch drei Anläufe dafür gebraucht.

Der Buchenholz-Sockel

Der Sockel ist schnell zusammengebaut. Man benötigt drei gleich große Stücke aus Buchenleimholz mit den Maßen 28x6cm. Zwei davon können wir schon mit Holzleim zusammenleimen, in den anderen muss mit einer Band- oder Dekupiersäge ein Schlitz geschnitten werden, der gerade so groß ist, dass ich Glasscheibe knapp hindurchpasst.

In der Zwischenzeit sind die zusammengeleimten Buchenholzstück getrocknet. Dort wird jetzt ein großzügiges Rechteck mit ca. 24×4 cm gesägt (muss nicht unbedingt schön ausgeschnitten sein). Jetzt werden beide Teile noch mit Holzleim verklebt und mit einem Bandschleifer die letzten Ungenauigkeiten beseitigt. Ein bisschen Öl verleiht dem Buchenholz ein wunderbares aussehen. Zum Schluss benötigen wir noch einen Boden, der aus einer dünnen Pressspanplatte besteht (Maße: 28x6cm).

Die Schaltung

Die Schaltung besteht aus dem RGB-LED-Fader, der in einem separaten Artikel genauer erklärt ist (klick). Es müssen lediglich die gewünschte Anzahl an LEDs parallel zu der einen eingezeichneten geschalten werden. Das folgende Bild zeigt einen Testaufbau der Schaltung auf dem Breadboard:

Alle Teile zum fertigen Leuchtschild zusammenbauen

In der Automobilindustrie würde man zu diesem Schritt, wenn alle Einzelteile zum fertigen Endprodukt zusammengeführt werden, Hochzeit nennen. 
Die aufgebaute Schaltung wird mit Heißkleber im Inneren des Sockels befestigt. Danach wird die Glasscheibe von oben durch den Schlitz geführt und bei Bedarf mit etwas Silikon fixiert. Zum Schluss wird noch der Deckel aufgeschraubt und auf den Schrauben Filzgleiter geklebt, damit der Tisch oder der Schrank auf dem das fertige Leuchtschild steht, nicht verkratzt. Spätestens jetzt, wenn man das eigene LED-Schild einschaltet, hat man den anstrengenden ersten Schritt schon wieder vergessen …

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