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18650 Akkus – Was muss ich wissen?

Die 18650 Akkus sehen aus wie die großen Verwandten der gängigen AA-Batterien, haben aber abgesehen davon nichts mit Ihnen gemeinsam. Während die AA-Batterien als „sicher“ gelten, geht von den 18650-Akkus bei falscher Handhabung eine große Gefahr aus. Die Batterie kann zu brennen beginnen oder sogar explodieren. Um dies zu vermeiden, lesen Sie deshalb diesen Artikel sorgfältig durch.

1. Was sind 18650 Akkus?

Den Namen haben die 18650 Akkus von ihrer Bauform, sie messen nämlich 18mm im Durchmesser und 65mm in der Länge. Die 0 ist eine Anlehnung an die rundliche Bauform. Man findet die Akkus hauptsächlich in E-Zigaretten oder in leistungsstarken Taschenlampen. Die 18650 Akkus bestehen zu einem Großteil aus Lithium, was sie auch so gefährlich macht. Unter den 18650 Akkus gibt es deutliche Unterschiede, weshalb man sich vor dem Kauf über deren zukünftige Verwendung Gedanken machen muss. Grundsätzlich gilt: Je höher die Kapazität, desto niedriger ist die mögliche entnehmbare Energie (C-Rate) und desto instabiler ist die Spannung in der Zelle.

2. Welcher Akku ist für mich der Richtige?

Wie oben schon angedeutet, gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Akkus, weshalb man sich vorher über deren Verwendungszweck bewusst sein muss.
Die 18650 Akkus gibt es entweder in der geschützten (protected) oder ungeschützten (unprotected) Version zu kaufen.
Die geschützten Akkus besitzen eine eigene Schutzelektronik, die u.a. vor Tiefen- und Überladen schützt. Dies ist wichtig, da die Akkus ansonsten irreversibel geschädigt oder zerstört werden können. Eine integrierte Schutzelektronik erkennt man an einer kleinen Auskerbung an einem Pol. Dadurch wird der Akku auch etwas größer und passt unter Umständen nicht mehr in das dafür vorgesehene Gehäuse. Die ungeschützten Akkus besitzen keine solche Schaltung. Deshalb muss unbedingt eine solche Schutzelektronik extern nachgerüstet werden.

Generell gibt es vier gängige Akkutypen:

  • ICR Lithium-Cobalt / Li-Co: meist ungeschützt, außer wenn gesondert gekennzeichnet
  • ICR Lithium-Cobalt / Li-Co: geschützt
  • IMR Lithium-Mangan / Li-Mn: ungeschützt, aber gelten als chemisch ziemlich sicher
  • IMR Li-Ni-Co-Mn Mischchemie: ungeschützt, gelten aber auch als chemisch relativ sicher

Beim Kauf ist darauf zu achten, dass man keine no-name Akkus (z.B. aus China) verwendet, da diese unter Umständen instabiler und unsicherer sind, als Markenakkus. Deshalb sollten die paar Euros mehr auch nicht im Geldbeutel schmerzen, wenn man sich sicher sein kann, dass bei richtiger Handhabung die Akkus nicht zu tickenden Zeitbomben werden. Es heißt ja nicht umsonst „Safety first“.

3. Vor- und Nachteile

Vorteile

  • geringes Gewicht
  • hohe Energiedichte (viel Energie auf wenig Raum)
  • hohe Lebensdauer
  • geringe Selbstentladung

Nachteile

  • bei falscher Verwendung könne die Akkus sehr gefährlich sein
  • Tiefen- oder Überladen können die Akkus irreversibel schädigen.
    Eine Ladeelektronik wird deshalb wärmstens empfohlen.

4. Fazit

Die 18650 Akkus bieten viel Leistung auf kleinem Raum. Doch dies geht auf Kosten der Sicherheit. Wer weiß, wie man mit den Akkus umgehen muss, erhält ein leistungsstarkes und sicheres Gerät. Alle anderen sollten sicher zumindest mit Einsteiger-Sets langsam an die Materie herantasten. Außerdem sollte man prüfen, ob man unbedingt eine hohe Leistung für sein Projekt benötigt. Reichen geringe Ströme aus, ist auf jeden Fall die sichere NiMH-Batterie vorzuziehen.
Wem bis jetzt noch nicht klar ist, welche Gefahren von den Akkus ausgehen, dem sei dieses Video nahegelegt. Dort werden zuerst die sicheren NiMH-Batterien und Lithium-Akkus, die vergleichbar mit den 18650 Akkus sind, mutwillig zerstört.

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